Shaolin Energy

Be mindful,
of what you give your mind to eat.

If it’s all suffer, hate and pain,
that is what you gain.

Explore the inside,
more than the outside,
to learn there is no side.

All is energy.
Everything you see,
And everything you don’t.

You are not your thoughts,
And not your feelings.

Step a step back.
Now you can see the track.

All is flowing by,
If you don’t identify.

Embrace the change.
I know it’s strange,
But the only thing that stays.

Breathe happiness.
Learn to flow.

Manage your mind.
Cultivate your Qi.
There is no enemy.

Respect.
Relax.
Let be.

Tentakel

Eine kalte, schleimige Tentakel klatscht auf meinen Unterarm und ich schlage laut nach Luft japsend die Augen auf!
Das Bild eines Ertrinkenden, der nur knapp dem Tod entkommend, die Wasseroberfläche durchbricht, schwappt durch meine Gedanken.
Aus Reflex betaste ich meinen Arm – weder Tentakel noch Schleim -, während das Echo eines blubbernden „Hil..Hiiilfee“-Schreis verhallt (als wäre noch jemand kurz davor zu ertrinken).
Erschrocken schaue ich mich in der Dunkelheit des Raums um. Graue Luftblasen steigen vor meinen geistigen Augen zur Zimmerdecke empor, doch physikalisch können sie nicht existieren, weswegen ich sie als Nachwirkungen des Albtraums abtue und zur Seite schiebe.
Mein Mund ist trocken, schmeckt fast wie nasser Sand und mein Herz klopft immer noch wild in meiner Brust.
Gedanken versunken reibe ich unentwegt über den Arm, doch das glitschige Gefühl bleibt, genauso wie der leicht algige Geruch in meiner Nase.
Ich schüttele den Kopf, schlage mit der flachen Hand gegen meine Stirn. Alles nur Einbildung aufgrund eines sehr realistischen Albtraums, dessen Effekt rasch verschwinden wird. Zur Beruhigung meiner Nerven schalte ich eine der Klemmlampen an, dann noch eine und als auch das nicht weiter beruhigend wirkt, drücke ich noch den An-Knopf meiner Videospiel-Konsole. Der Fernseher strahlt ein buntes Bild eines bekannten Jump-n-Run-Spiels aus.
Doch ich denke immer noch an diesen Traum. Er war schon sehr seltsam gewesen. Und wirklich sehr realistisch…
Soweit ich mich erinnern kann. Doch je mehr ich mich versuche zu erinnern, desto schneller werden die Szenen in meinem Kopf in dichten, weißen Nebel des Vergessens gehüllt. Einerseits beruhigt es mich. Anfangs zumindest. Bestätigt es doch die Theorie, dass alles nur vernachlässigbare Einbildung war und ich mir keine Sorgen zu machen brauche.
Sich keine Sorgen machen, ist sozusagen mein Mantra. Die Welt ist gut so wie sie ist. Und solange man lernte sie zu akzeptieren, konnte einem kein Unheil geschehen. Oder zumindest nichts unrechtes.
Doch eigentlich wusste ich, dass diese Weltsicht naiv war, schon bevor diese Hand plötzlich aus meinem Fußboden empor schnellte.
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Sei Du selbst

Ich bin nicht hier,
um Dich zu ändern.

Denn Änderung,
hat nur einen Ursprung.

Du selbst.

Selbst wenn es Dir nicht gefällt,
Du Dich für einen Schwächling hälst,

Auf die Veränderung wartest,
Dein Hirn zermatterst,

Matte Vorstellung.

Nur einer,
hat Dein Leben im Griff.

Hörst Du den Pfiff?
Folge ihm.

Und sei Du selbst.

Ein Leben gegen die Schatten

An den Schatten eines Baums lehnend, blinzele ich dem nahenden Sonnenaufgang entgegen, bewundere seine tanzende Eleganz und fürchte seine Tod bringenden Strahlen.

Der neue Tag kommt immer näher und lässt mich immer weiter in den Wald zurück weichen.

Wie gerne würde ich einen Tag auf einer offenen Wiese erleben!

Doch das wäre mein Ende. Schon ein einziger Sonnenstrahl würde mich zu Staub verbrennen. Und so weiche ich weiter weg in die Dunkelheit, die mein ganzes Leben umgibt.

Ich bin ein Geschöpf der Nacht. Die Menschen fürchten mich. Selbst wenn sie mein Gesicht im Sonnenlicht erblickten würden, bevor es zu Staub zerfällt, würden sie wahrscheinlich schreiend davon rennen.

Ich bin ein Ausgestossener meiner selbst. Niemand von meiner Rasse sieht in der Sonne etwas anderes als den Todbringer. Sie halten mich für geistesgestört, verrückt und Selbstmord gefährdet. Über letzteres würden sich wahrscheinlich nicht wenige freuen.

Und ich selbst habe schon einige Male darüber nachgedacht.

Es wäre nur ein Schritt. Ein Schritt in den Sonnenschein…
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